Autorenwettbewerb 2017: Sieger-Details

Platz 1: Happy Hotel

Herkunft: Finnland
Autor: Timo Petteri Aho
Anzahl Spieler: 2 - 4
Altersangabe: 10 +
Spieldauer: 45 – 60 min.


In diesem Spiel übernehmen die Beteiligten die Rolle eines Managers, um ein großartiges Hotel
aufzubauen und möglichst viel Geld einzunehmen.
Gespielt wird über acht Runden, die in vier Tag- und vier Nachtphasen unterteilt sind. In jeder
Runde werden vier Karten an die Spieler ausgeteilt. Simultan wählt jeder eine der Karten aus, um
damit eine der folgenden Aktionen auszuführen: Land kaufen, Räume anbauen, Marketing
durchführen oder Kapital erhöhen. Alle diese Aktionen dienen nur dem Zweck das Hotel zu
erweitern, Kunden anzulocken und Geld zu verdienen.
Die Karten stellen verschiedene Räume dar. Die Spieler stecken immer in einem Dilemma, welche
Karte sie für welche Aktion nutzen möchten; denn die übrigen Karten werden reihum an den
nächsten Spieler weitergegeben. Am Ende der Runde werden je nach Tag- oder Nachtphase in
Abhängigkeit nach Nutzung der gebauten Räume durch die Kunden Erlöse erwirtschaftet. Dabei
kann es auch passieren, dass es zu wenige Angebote für die Gäste gibt und diese gelangweilt das
Hotel verlassen. Das so eingenommene Geld kann als Investition für nachfolgende Runden
gespart oder in zunehmend teurer werdende Siegpunkte getauscht werden.
Nach acht Runden gewinnt der Spieler, der die meisten Siegpunkte sammeln konnte.

 

 

Platz 2: Shanghai

Shanghai
Herkunft: Deutschland
Autor: Florian Racky
Anzahl Spieler: 2 - 4
Altersangabe: 12 +
Spieldauer: 60 min.


Shanghai entführt die Spieler in das China zur Zeit der Ming-Dynastie. Sie treiben Handel am
Unterlauf des Jangtse und liefern Waren vom Hafen Shanghais nach Peking oder Japan.
Jeder Spieler startet zu Beginn der Runde mit seiner Dschunke in Wuhan mit 12 Münzen
Startkapital. Den Weg zum Hafen nach Shanghai säumen viele andere Orte. Ein Spieler kann in
seinem Zug seine Dschunke den Fluss hinunterfahren lassen, indem er Münzen an den erreichten
oder passierten Orten ablegt. Je weiter er fährt, desto mehr legt er ab. In jedem Ort liegen Karten
zur Wahl aus. Diese können Waren, Aufträge oder besondere Passagiere sein. Stoppt man seine
Dschunke, erhält man eine ausliegende Karte oder die ausliegenden Münzen. Zusätzlich lassen
sich Gold und Jade auf dem Weg erlangen, deren Verteilung durch spezielle Würfel bestimmt wird.
Je früher ein Spieler diese speziellen Orte erreicht, desto mehr Gold oder Jade erhält er.
Diese Kostbarkeiten lassen sich in anderen Orten zu Kunstwerken verarbeiten. Waren und
Kunstwerke werden im nördlichen und südlichen Hafen Shanghais auf bereitliegende
Handelsschiffe verladen, von denen jeder Spieler eins pro Hafen beliefern kann. Für das Beladen
der Schiffe erhält der Spieler Siegpunkte, die durch das Ablegen passender Auftragskarten
modifiziert werden können. Wenn ein Spieler den Südhafen Shanghais erreicht hat oder vorher
keine Münzen mehr besitzt, kehrt er nach Wuhan zurück und sammelt auf dem Weg flussaufwärts
in jedem Ort eine Münze für sein Kapital ein. Dann beendet er seine Runde. Startspieler der
nachfolgenden Runde ist, wer zuerst nach Wuhan zurückgekehrt ist. Nach jeder Runde wechseln
die ausliegenden Karten in den Orten auf dem Weg nach Shanghai sowie die zu beladenden
Handelsschiffe.
Das Spiel wird über drei Runden gespielt und es gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkten.

 

Platz 3: The Lucifer Effect

Herkunft: Großbritannien
Autor: Albert Ma
Anzahl Spieler: 5 - 9
Altersangabe: 10 +
Spieldauer: 30 min.


„The Lucifer Effect“ ist ein asymmetrisches und halb-kooperatives Knobelspiel, welches die Spieler
zwingt, sich für entweder die gute oder die böse Seite zu entscheiden. Beide Seiten kämpfen um
die Vorherrschaft. Jede einzelne Karte, die ein Spieler spielt, zeigt Unterstützung für eine Seite.
Die Entscheidungen der Spieler während des Spiels werden das Gleichgewicht zwischen Gut und
Böse verändern und schließlich die Gewinnerseite bestimmen.
Es gibt zwei Arten von Karten im Spiel: "Engel" und "Teufel". Die Engel-Karten bedeuten
Vertrauen, während die Teufel-Karten Verrat beinhalten. Das Spiel besteht aus einer Reihe von
Duellen zwischen den Spielern.
Jedem Spieler steht der gleiche Kartensatz zur Verfügung. Pro Runde wählt jeder gleichzeitig und
geheim eine seiner Handkarten aus, um sich später mit zwei anderen Spielern zu vergleichen.
Wenn beide Spieler sich gegenseitig vertrauen, erhalten sie beide Seelenpunkte. Wenn man den
anderen verrät, stiehlt der Teufel-Spieler dem Engel-Spieler Seelenpunkte. Wenn die Spieler sich
gegenseitig verraten, verlieren beide Seelenpunkte.
Spieler sind frei zu diskutieren, zusammenzuarbeiten oder einander zu täuschen. Da jede Karte
einen einzigartigen Effekt besitzt, welcher das Ergebnis verändern kann, kommt es oft zu
überraschenden Wendungen. Jedoch kann jede Karte nur einmal gespielt werden, so dass die
Spieler sorgfältig abwägen müssen, was sie entsprechend ihrer Situation spielen.
Am Ende des Spiels siegt auf beiden Seiten der Spieler mit den meisten Seelenpunkten. Da im
Laufe des Spiels das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse hin und her kippt, gewinnt nur der
Spieler, der bei Spielende auf der richtigen Seite steht. Hat man die falsche Seite unterstützt,
verliert man, unabhängig davon wie viele Seelenpunkte man hat.